Blumenkinder kann es nie genug geben

Ein wunderschönes Kleid aus Seidenduchesse wurde bei uns im Nähkurs genäht.

Für den richtigen Stand wurde der Seidenduchesse im Rockteil in Falten gelegt und obendrein mit einer Lage Feintüll versehen und mit Blüten gefüllt. Damit diese an der richtigen Stelle bleiben, wurden sie noch zusätzlich mit Sprühkleber fixiert.

 

Tüllkleid Nähszene

 

 

 

 

Janome Cover Pro 2000 CPX mit TLC (Tension Lever Control) – Einfache Schritte zum perfekten Nähergebnis

Die Bedienungsanleitung beschreibt wie das Einfädeln, die Spannung und ein unerwünschtes Kräuseln eingestellt werden kann (S.35-37). Ist das nicht genug zeigen die folgenden Schritte wie Sie im Handumdrehen ein ansprechendes Nähergebnis erzielen!

Janome CoverPro

Ob Näh-, Stick-, Overlock- oder Covermaschine, jede muss auf einen neuen Stoff eingestellt werden. Janome bietet hier die „SOFT/TIGHT“-Funktion. Ihre Janome Cover Pro lässt sich so präzise auf Ihren Stoff einstellen.

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Zunächst wird der Hebel auf „TIGHT“ gestellt. Die Stichlänge sollte mindestens bei drei liegen. Die Länge ist abhängig vom Stoff – je dicker der Stoff umso länger der Stich. Das perfekte Ergebnis erarbeiten Sie am abfallenden Reststoff Ihre Projekts.

Erzielt die Einstellung nicht das gewünschte Ergebnis oder bildet Kräusel, wird der Hebel auf „SOFT“ gestellt. Wie zuvor beschrieben ist die Stichlänge wieder abhängig vom Nähgut.

Ein häufig gemachter Fehler ist, dass die Nadeln, am Ende der Naht, nicht im Stoff versenkt sind. Sollten Sie während des Nähens stoppen, so vergewissern Sie sich, dass die Nadelposition unten steht ggf. mit Hilfe des Handrads. Auch das Wechseln der Nadeln hat häufig einen positiven Effekt. Nadeln können abgenutzt sein ohne es mit dem bloßen Auge zu erkennen. Eventuell hilft Ihnen auch ein verkürzter Nähfuß, der flüssiger über dickere Nähte, Stoffe usw. gleitet. Bitte sprechen Sie uns darauf an!

Weiterhin viel Spaß mit Ihrer Maschine!

Ihre Nähszene

Janome Anleitung Spannung

Shopper aus unserem exklusiven Maler-Panneaux

Sie lieben Einzelstücke? Dann ist doch ein selbstgenähter Shopper aus unserem exklusiven Maler-Panneaux genau das Richtige für Sie. Durch den wunderschönen Druck auf dem Stoff wird selbst eine einfache Tasche zum Hingucker. Der Stoff hat eine schwere Qualität und fühlt sich zudem leicht beschichtet an. Dadurch erhält der Shopper eine gute Stabilität.

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Alles was Sie benötigen sind neben der Nähmaschine folgende Dinge:

  • 1x Stoff Maler-Panneux
  • 2x Lederriemen je ca. 50 cm lang und 1,5 cm breit
  • Holkopfnieten
  • Lochzange
  • Hammer
  • Nähmaschinengarn
  • Schere
  • Stecknadeln
  • Handmaß

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Und so wird’s gemacht:

Schneiden Sie aus dem Stoff zwei gleich große Stücke zurecht. Bei dem bedruckten Stoff den Ausschnitt am Besten so wählen, dass das Motiv noch gut zur Geltung kommt. An jeder Seite 1 cm Nahtzugabe hinzufügen. An der oberen Taschenkante kann ruig etwas mehr hinzugefügt werden (ca. 5cm).

Die Seiten und die untere Kante rechts auf rechts zusammen nähen. Anschließend die Nähte versäubern, so dass der Stoff sich nicht aufribbeln kann.

Die unteren Ecken so falten, dass die Nähte der Ober- und Unterseite aufeinandertreffen. Nun in einem rechten Winkel zur Naht eine Linie ca. 3 cm von der Spitze entfernt einzeichnen. Entlang dieser Linie nähen und die Ecken abschneiden. Auch diese Naht versäubern.

Die Tasche wenden und die obere Kante 1 cm nach innen bügeln und vernähen. Anschließend diese Kante ein weiteres mal nach innen schlagen (4cm ) und an der obernen Kante absteppen.

Nun fehlen nur noch die Riemen. Dafür an jeder Seite zwei Löcher in beide Enden des Lederriemens stanzen. Anschließend die Löcher von den Riemen mit einem Bleistift an der entsprechenden Stelle auf der Tasche übertragen und diese ebenfalls stanzen.

Jetzt die Lederriemen mit den Nieten befestigen. Dafür das Unterteil der Niete von links durch den Stoff stecken und die kleine Kappe auf der rechten Seite aufsetzen. Nun die Innenseite auf eine harten Unterlage legen und mit dem Hammer vorsichtig auf die Kappe geklopft, bis die Verbindung fest ist.

Fertig 🙂

Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten

Am 3.11.2015 ist es endlich soweit. Das erfolgreiche englische Format „The Great British Sewing Bee“ kommt unter dem Namen „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten“ mit Guido Maria Kretschmer auch ins deutsche Fernsehen, wo acht Hobbyschneider ihr Können an der Nähmaschine zeigen und um den ersten Preis nähen.

Das Originalformat war in Großbritannien auf BBC ein riesen Erfolg. Auch dort zeigten Hobbyschneider jede Menge kreative Ideen, Leidenschaft fürs Nähen und für die Stoffe. Und nun kommt der erfolgreiche Nähwettbewerb endlich ins deutsche Fernsehen. In insgesamt sechs Folgen zeigen die talentierten Hobbyschneider ihr Gespür für Schnitte, Stoffe und Materialien sowie ihr Geschick an der Nähmaschine PFAFF® expression™ 3.5 .

Bewertet und unterstützt werden die Kandidaten vom Stardesigner und Shopping-Queen-Kritiker Guido Maria Kretschmer. Unterstützt wird der Designer von der Modemacherin Anke Müller und Inge Szoltysik-Sparrer, Bundesvorsitzende des Maßschneiderhandwerks.

Auch Nähszene ist ein wenig an der Sendung beteiligt. Wenn Ihr genau hinseht werdet ihr Stoff von uns entdecken. 🙂

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Hochzeitskleidung selbst genäht

Vor einiger Zeit durften wir an den zwei wichtigsten Tagen von Jenny und Matthias aus Iserlohn mitwirken. Jenny hat in einem Nähkurs fast das komplette Hochzeitoutfit bestehend aus zwei wunderschönen Brautkleidern, einmal für die Feier auf Maui und einmal für die kirchliche Trauung und die Kleidung ihres Bräutigams selbst genäht.

hochzeitskleid selbst genähtDie Idee, fast die komplette Hochzeitsausstattung selbst zu nähen, reifte nach und nach und begann zunächst mit dem Wunsch eines selbstgenähten Brautkleides etwa zwei Jahre vor dem geplanten Hochzeitstermin. Ein Grund dafür war für Jenny das fehlende Preis-Leistungsverhältnis der Brautkleider, die sie auf Hochzeitsmessen gesehen hatte. Nach ein paar Jahren in einem Nähkurs, der Nähszene Iserlohn, entwickelt sie ein Auge für Schnitte und Material von Kleidern und konnte sich nicht vorstellen den schönsten Tag ihres Lebens in einem überteuerten Polyesterkleid zu verbringen.

Nach einem Gespräch mit ihrer Nähkursleiterin, die Jenny versicherte, dass ihr Vorhaben in ihrem Kurs realisierbar sei, begann die Suche nach einem passenden Schnittmuster. Jenny fand es bei der italienischen Firma marfy, die eine Vielzahl außergewöhnlicher Schnittmuster, darunter drei Kollektionen Brautkleider, anbietet.

Für ihren Mann ergab sich auf der Hochzeitsmesse auch das Problem des „Nichtgefallens“, denn die meisten Anzüge und Kombinationen, die das Paar dort sahen, glänzten und schimmerten, geschuldet den damaligen Modetrends. Als ihnen dann noch ein Verkäufer mit den Worten „Wir fertigen auch nach Maß.“ ansprach und sie mit einem „Wir auch.“ antworteten, war klar, dass Jenny ebenfalls das Outfit für ihren Mann nähen durfte.

In diesem Zeitraum machten Jenny und Matthias sich erste Gedanken zu den Örtlichkeiten an denen sie heiraten wollten. Das Rathaus in ihrer Heimatstadt ist ein hässlicher Klotz und auch die Alternativen hatten ihnen nicht zugesagt. So kam ihnen in den Sinn, die standesamtliche Trauung mit ihrem Traumurlaub zu verbinden. So planten Sie für den Sommer eine Tour durch den Südwesten der USA, bevor sie an einem Strand auf Hawaii sich das Ja-Wort geben wollten. Dass Jenny die typische weiße und legere Kleidung dafür nähen wollte, verstand sich von selbst.

Die Schnittmuster der geplanten Kleidung fand Jenny mehrheitlich bei Burdastyle und sprach sie mit Ihrer Nähkursleiterin der Nähszene Iserlohn ab, die ihr sofort Ideen für schöne Stoffe lieferte, die sich für ihr Vorhaben eignen.

Jenny begann das Projekt mit dem Kleidungsstücken für die Strandhochzeit. Damit war sie auch schnell fertig, obwohl die Stretchseide, aus der Hemd und Kleid hergestellt wurden, ziemlich rutschig in der Handhabung waren.

Die Herrenausstattung für die kirchliche Hochzeit war für Jenny ebenfalls einfacher zu nähen, als ich sie sich vorgestellt hatte, zumal die Stoffe in der Verarbeitung gut in der Hand lagen. Lediglich die Knopflöcher des Gehrocks bereiteten ihr Probleme, da die Stofflagen sehr voluminös waren.

Die Arbeiten für das Kleid dagegen gingen nicht so schnell vonstatten. Ein Grund dafür war zum Beispiel, dass vom Kleid erst eine Probe aus Nesselstoff angefertigt werden musste, um den Sitz des Kleides einzuschätzen und Änderungen schon vorher berücksichtigen zu können. In ihrem Nähkurs wurde dieses Nesselkleid scherzeshalber als „Ökokleid“ bezeichnet, sah sie doch aus, wie aus dem Mittelalter entsprungen.
Der Zuschnitt verlief ohne Probleme, bevor eine echte Sysyphos-Arbeit sie erwartete: Da über dem Korsagenteil des Kleides und den Ärmeln Spitzenstoff verlief, musste sie in den Nahtzugaben dieser Teile sämtliche Perlen abtrennen und die Fäden vernähen, damit die Perlen unter der Nähmaschine nicht zu einem Nadelbruch führten oder sich unter dem Kleid unschön abzeichneten. Allein diese Arbeit hat sie zusammengerechnet über 10 Stunden gekostet!
Hier eine Liste der verwendeten Stoffe und Schnittmuster:

Strandhochzeit auf Maui:

Braut: 

Kleid: burdastyle 01/2012 Nr. 109 mit Variation des Ärmels
Stoffverbrauch 2,00 m Rein Seiden Stretch Satin 19 mom

Bräutigam:

Hose: burda Nr. 7841
Stoffverbrauch 1,80 m Serge 100 % Schurwolle Serge , Nadelfertig

Hemd: burdastyle 06/2011 Nr. 138
Stoffverbrauch 1,80 m Rein Seiden Stretch Satin , 19 mom

Kirchliche Trauung:

Braut:

Kleid: marfy Nr. 655
Stoffverbrauch 3,50 m Rein Seiden Duchesse,  1,10 m Couture Spitze

Cape: burda Nr. 7313 B, Nähszene 
Stoffverbrauch: 0,70 m 100 % Schurwoll Flanell

Bräutigam:

Gehrock: burda Nr. 7704 mit Variationen der Rückennaht und Länge
Stoffverbrauch: 3,00 m Zibeline ,100% Schurwolle, 2,00 m 100% Shantung Seide ,Futter,

Weste: burda Nr. 7799 mit Variation der Form
Stoffverbrauch: 1,10 m Jaquard 55 % Seide , 45 % Pe

Hose: burda Nr. 7841
Stoffverbrauch: 1,80 m Schurwoll Serge Nadelfertig

 

Fakten über das Textil Wolle

Zunächst einmal, wo kommt Wolle überhaupt her?
Was ist Wolle? Und wo wird Wolle verarbeitet?

Bei dem Textil Wolle handelt es sich um eine tierische Naturfaser, diese wird beim Scheren von vor allem Schafen aber auch anderen Säugetieren wie zum Beispiel Ziegen, Angorakaninchen und Alpakas gewonnen.
Hat man eines dieser Tiere nun geschoren, so erhält man unterschiedlich hochwertige Wollhaare.
Die Hochwertigkeit eines Wollhaares kann man an folgenden Aspekten festmachen: Länge, Dicke, Kräuselung, Schuppenstruktur und Verarbeitungsmöglichkeiten (zum Beispiel die Färbeeigenschaft).

Nachdem man die frisch geschorene Wolle nun vorliegen hat, ist es dringend notwendig diese zu waschen, da Schafe kleine Schmutzfinke sind und ihr ,,Kleid´´ nicht extra für uns als Verbraucher unbeschmutzt lassen.
Die Wolle wird im handwarmen nicht kalkhaltigen Wasser für mindestens 2 Stunden eingeweicht. Nach diesem Vorgang folgt der eigentliche Reinigungsschritt, hierbei wird das Produkt in 40°C warmen Wasser und nur wenig Waschmittel auseinandergezogen, dabei ist es wichtig die Wolle nicht zu reiben, da sie sehr empfindlich ist.

Nach dem Waschvorgang kann die Wolle nun gefärbt werden, denn leider gibt es noch keine roten, pinken, blauen, grünen oder gelben Schafe, ein bisschen Arbeit überlassen uns Menschen die Schafe dann doch 😉

Nun haben wir eine große Auswahl an farbiger Wolle und können uns anschauen wie diese nun verarbeitet werden kann.
Es gibt drei Möglichkeiten Wolle zu verarbeiten, zum einen das Filzen, das Weben und das Spinnen.
Fangen wir doch einmal mit dem Filzen an, hierbei erläutere ich Ihnen kurz die einzelnen Vorgänge, um Ihnen das Herstellen von Filz etwas näher zu bringen.

Jede Hausfrau und jeder Hausmann wird es kennen, einmal eine Wollware zu heiß gewaschen und schwups hält man ein völlig verfilztes und geschrumpftes Etwas in den Händen. Über diese Art von Verfilzung möchte ich Sie heute nicht aufklären, aber Ihnen sagen, da haben Sie Ihre Wollware wohl zu heiß gebadet (ein sehr pingeliges Produkt diese Wolle).
Zum Vorgang:
Eine Fläche wird mit gekardetem Vlies belegt, nun wird jede Lage mit Wasser genässt und per Hand zusammen gedrückt. Merken Sie eine gewisse Festigkeit, so können Sie damit beginnen mit leichten Reibebewegungen, heißem Wasser und etwas Seife die Wolle bewusst zu verfilzen.

Kommen wir nun zu einer weiteren Möglichkeit Wolle zu verarbeiten, zum Vorgang des Webens.
Um diesen Vorgang umsetzen zu können benötigt man zum Beispiel einen Webstuhl.
Schon vor vielen Jahren entwickelten sich einige Möglichkeiten Wolle zu weben, die wohl bekannteste Technik ist aber die ,,Leinenbindung´´ (auch Tuchbindung genannt). Hierbei wird der Schussfaden abwechselnd über und unter dem Kettfaden durchgewoben –beide Seiten des Stoffes sehen daher identisch aus.

Die letzte Verarbeitungsmöglichkeit die ich Ihnen heute kurz vorstellen möchte ist das Spinnen.
Das Spinnen hat nichts mit den gefürchteten Lebewesen den Spinnen zutun, ich kann Sie beruhigen liebe Leser. Und nein, sie spinnen auch nicht, Sie lesen gerade lediglich einen kurzen Artikel zum Thema Wolle.
Genug der Abschweifungen, spinnen wir doch mal!
Zunächst einmal, spinnen bezeichnet die Herstellung von Garn.
Wie das Weben ist auch das Spinnen eine der ältesten Techniken der Menschen.
Diese Technik ist umsetzbar mit Hilfe einer Handspindel oder aber dem Spinnrad. Bei dem Spinnrad wurde die Rohfaser auf einem Rocken befestigt, der unter einen Arm geklemmt wurde, damit beide Hände Bewegungsfreiheit haben. Eine Hand zieht ein Faserbündel aus dem Vorrat auf dem Rocken, wobei die andere Hand die Spindel dreht.
Wird das Garn zu lang, wickelt die Spinnerin das Garn auf einer Spindel auf.

Zu guter Letzt kommen wir in unserem Steckbrief zu den vielen Gründen, weshalb Wolle eines der hochwertigsten und beliebtesten Textilien ist.
Wolle speichert die körpereigene Wärme und hat eine sogenannte natürliche Thermoregulations-Eigenschaft.
Außerdem ist Wolle ein sehr ,,sauberes´´ Textil, da sie kaum Schmutz aufnimmt und sie nur selten knittert. Des Weiteren hat Wolle die Eigenschaft Schweiß chemisch zu binden und den Geruch somit für längere Zeit neutralisieren zu können.
Wolle ist ein sehr farbbeständiges Textil, die Farben erscheinen oft strahlend und verlieren dieses Strahlen auch nach häufigem Waschen nicht.

Liebe Leser, ich hoffe ich konnte Ihnen das Textil Wolle und seine vielen positiven Eigenschaften ein bisschen schmackhaft machen.
Haben Sie Interesse an einer ausführlichen und professionellen Beratung, so lege ich Ihnen nahe das Fachgeschäft für Meterware ,,Nähszene´´ Morianstraße 25 in Wuppertal zu besuchen.