Faire Stoffe, nachhaltige Produktion

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mehr nur als eine Herzenssache

Seide im Asialook fair produziert exklusiv für die Nähszene

Gestern war Fashion Revolution Day – was nach einer Street-Fashion Show auf Berliner Laufstegen klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Am 24. April 2013 stürzte in Bangladesch eine Fabrikhalle ein, in der Kleidung unter menschenunwürdigen Bedingungen genäht wurden – für Billig-Modeketten, aber auch große Fashionlabels. 1135 Menschen, überwiegend Frauen starben, 2.438 wurden schwer verletzt. Diese eingestürzte Fabrikhalle, ist nur die traurige Spitze eines Textileisbergs. Doch es geht auch anders:

Wir lieben Stoff – doch nur, wenn wir ihn mit reinem Gewissen tragen können. Wie das geht und wie wir, als Nähszene, eine faire Produktion unserer Stoffe gewährleisten können, erklärt unser Geschäftsführer Dirk Müller in einem Statement.

Unser täglicher Fashion Revolution Day

Wie gewährleistet die Nähszene faire Textilien?

Nachhaltige Produktion gewährleisten wir dadurch, dass wir als Mitglied des Maßschneider-Innungsverbandes, an die in Deutschland arbeitenden Schneider Stoffe und Ideen liefern. Die Arbeit findet unter deutschen Bedingungen statt – das bedeutet: Auch wenn einige der Schneider Ateliers in Kellerräumen untergebracht sind, werden hier die Türen nicht abgeschlossen bis die Arbeit fertig ist, wie es in Südostasien leider überwiegend der Fall ist.

Inge Szoltysik-Sparrer im Nähkurs bei Nähszene Düsseldorf

Doch wie schaut es mit den Stoffen aus?

Bei der Stoffproduktion können wir bis zum Rohwarenlieferanten, in den meisten Fällen durch die GOTS-Zertifikate nachweisen, woher die Ware kommt. Wir arbeiten schon seit Generationen mit Produktionsfirmen ausschließlich in Europa zusammen.

Einige Inhaberfamilien der Firmen kennen wir mittlerweile bis in die dritte Generation. Da baut sich Vertrauen auf, das wir auch an unsere Kunden weitervermitteln

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Nur noch Kleider vom Maßschneider?

Der Großteil unserer Stoffe wird von Hobby-Schneidern verarbeitet und die fertigen Kunstwerke werden mit Stolz getragen. Das kommt nicht nur durch das gute Gewissen gegenüber der modernen Sklavenarbeit in der Massenkonfektion, welches man durch das Selbernähen verhindert. Vielmehr ist es die Freude darüber, etwas selbst mit eigenen Händen kreiert zu haben.

Und wenn ich nicht nähen kann?

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Nähen ist ein Handwerk, aber kein Hexenwerk. Wirklich jeder kann nähen lernen. Aus dieser Intention sind unsere Nähkurse entstanden. In unseren mittlerweile sieben Nähkursräumen, wird (fast) rund um die Uhr genäht. Wie hell und schön die Räume gestaltet sind, kann man übrigens auf den neuen 360° Fotos unter Google sehen, z.B in Iserlohn oder wie auf dem Bild, in Düsseldorf.

Übrigens: Unsere Nähkurse finden in allen Filialen statt – hier geht es zur Kursauswahl.

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