Schneidermeisterin Inge Szoltysik-Sparrer: Ein Interview

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Exklusiver Nähkurs bei der Nähszene Düsseldorf

Inge Szoltysik-Sparrer im Nähkurs bei Nähszene Düsseldorf

Liebe Frau Szoltysik, wir von der Nähszene freuen uns sehr, dass Sie unsere Kundinnen und Kunden in ihre Kunst des Nähens einweihen. Sie und Herr Müller kennen sich schon etwas länger nicht wahr? Wie haben Sie sich denn kennengelernt?

Die Familie Müller und vor allen Dingen das allererste ihrer Stoffgeschäfte in Iserlohn, kenne ich schon seit der Geschäftseröffnung vor ……? vielen Jahren.
Seitdem pflegen wir diesen Kontakt und die Geschäftsbeziehung. Das Stoffangebot in dieser Region ist außerordentlich gut und wir verarbeiten ständig Stoffe aus dem „Nähszene-Sortiment“ Selbst unsere Atelierkunden kaufen dann und wann bei Nähszene ein.

 

Sie haben auch mit andere Persönlichkeiten aus der – buchstäblich – „Nähszene“ zusammengearbeitet. Unter anderem mit Guido Maria Kretschmar, bei Geschickt eingefädelt – wer näht am besten? Was hat für Sie den Reiz der Sendung ausgemacht? Und natürlich sind wir auch etwas neugierig: Wie sah es hinter den Kulissen aus?

Der besondere Reiz für mich war, dass es ein neues Sendeformat und auch für mich ein neues Metier ist. Ich fand es sehr wichtig, dass jemand aus dem Maßschneiderhandwerk dabei war. Außerdem ist es sehr spannend, mal zu erleben, wie Fernsehn gemacht wird und wieviel Aufwand hinter diesem Format steht. Darüber hinaus sind viele Kontakte entstanden und ich habe sehr viele neue, sympathische Leute kennen gelernt.

„Der Umgang mit Stoffen und

das Nähen erfüllen mich nach wie vor sehr.“

Sie selbst haben auch einen eindrucksvollen Lebenslauf: Sie sind Dozentin, haben die Vorsitze in mehreren Verbänden, unter anderem den Vorsitz des Bundesverbandes des Maßschneiderhandwerks.

Ich finde es sehr wichtig, etwas im Maßschneiderhandwerk zu bewegen und auf positive Art und Weise auf dieses wunderschöne Handwerk aufmerksam zu machen. Das Maßschneiderhandwerk hat in den letzten Jahren einen regelrechten Imagewandel durchlebt und genießt enorme Wertschätzung. Darüber bin ich sehr stolz.

Das können Sie auch – zudem sind Sie auch zweifache Buchautorin! Bringen Sie den ein paar Exemplare mit, am 25.11?

Bei dem Buch „Mode schneidern“ habe ich mitgewirkt und bin eine von 4 Autorinnen. Das Buch „Näh-GB“ ist mein erstes, eigenes und komplett von mir verfasstes Buch und ein Mix aus Nachschlagewerk, Biografie, Ateliergeschehen und unzähligen Tipps und Tricks aus dem Maßschneider-Handwerk und meinem Näh-Alltag. Also geballtes Schneiderwissen pur. Ich kann gerne ein paar Exemplare zum Workshop mitbringen und vor Ort signieren. Und wer das Buch schon hat, dem signiere ich es auch sehr gern.

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Sie haben ja außerdem Ihr Modeatelier in Hagen. Wann haben Sie denn Ihre Leidenschaft fürs Nähen entdeckt?

Ich vertrete den Standpunkt, das Beruffindung bereits im Vorschulalter stattfindet. Für mich stand schon sehr früh fest, dass ich Schneiderin werden will. Ich habe immer auf der Nähmaschine meiner Mutter genäht, daher habe ich schon seeeeehr früh eine eigene Nähmaschine bekommen, aber ohne Strom, sondern mit Trittbrett und habe fast nur auf Papier genäht.

 

Können Sie sich noch an Ihr erstes oder vielleicht liebstes Stück erinnern, dass Sie genäht haben?

Oh ja, da kann ich mich noch sehr gut dran erinnern. Ich habe in den ersten Jahren eigentlich nur für meine Puppen und viel Heimdeko genäht. Das erste Kleidungsstück war eine orange-farbenes Kleid im Hippiestil, das war zu meiner Schul-Abschlussfeier und ich war mega stolz. Ich weiß gar nicht, wo dieses Kleid abgeblieben ist, schade, heute würde ich gerne mal einen kritischen Blick drauf werfen. Ich bin übrigens bereits mit 13 (!!) Jahren aus der Schule entlassen worden und daher hatte ich schon mit 21 Jahren den Meisterbrief in der Tasche. Damals war ich mit Abstand die jüngste Meisterin und habe bereits einen Tag nach der Meisterprüfung meinen Betrieb gegründet.

 

Das ist eine beachtliche Leistung! Wer so viel – und schon so lange – mit Stoffen, Schnitten und Nähmaschinen zu tun hat wie Sie: Betrachten Sie Mode durch eine „andere Brille“? Und nähen Sie eigentlich auch ab und zu in Ihrer Freizeit?

Aber jaaaa, natürlich. Außerdem trenne ich Freizeit und Beruf in meinem Handwerk gar nicht, die Übergänge sind so fließend, ich kann und will das gar nicht abgrenzen. Der Umgang mit Stoffen und das Nähen erfüllen mich nach wie vor sehr. Ich kann mir nichts Anderes vorstellen und ich habe nach wie vor sehr viele Pläne und Visionen.

 

Und auf die sind wir jetzt schon neugierig. Vielen lieben Dank für Ihre spannenden Antworten Frau Szoltysik – wir freuen uns auf Sie!

Und wenn Ihr auch beim Nähkurs mit Frau Szoltysik-Sparrer dabei sein möchtet, dann meldet Euch noch schnell an:

Kurs I „2-Naht-Ärmel“ 25.11.2017 10:00 – 12:30
Kurs II „Richtig Maß nehmen“ 25.11.2017 13:00 – 15:30

Wir freuen uns auf Euch!

 

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